Dental Implantologie - Vorraussetzung Implantation

Vorraussetzungen zur Implantation

Eine sorgfältige Implantatberatung lässt sich nicht innerhalb weniger Minuten erledigen, sondern kann - je nach Behandlungsaufwand auch bis zu einer Stunde dauern. Je besser ein Patient allerdings vorbereitet ist, desto schneller kann ihm der Arzt ein vorläufiges Behandlungskonzept vorlegen oder ihm sagen „Eine Implantation ist bei Ihnen leider nicht möglich“. Vorbereitet sein heißt: Aufzeichnungen über zurückliegende und aktuelle Erkrankungen (Krankenhausentlassungsberichte, Arztbriefe) sowie Arzneimittel mitbringen. Auf diese Art und Weise gewinnt der Arzt schnell einen Überblick über bestehende Erkrankungen, die unter Umständen eine Implantation von vornherein verbieten oder sie zumindest erschweren.

Zu den grundlegenden Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implantatversorgung gehören neben der Erhebung der Krankengeschichte die Untersuchung des Patienten, das Anfertigen von Röntgenaufnahmen, die sorgfältige Behandlungsplanung einschließlich der Auswahl des Implantatsystems und ein engmaschiges Kontrollsystem (Recall). Das klingt aufwendig, und das ist es auch.

Wer mit einem Zahnimplantat seine verloren gegangenen Zähne ersetzen will, sollte wissen, dass er in den kommenden Monaten einem genauen Behandlungsplan folgen muss, um Komplikationen zu vermeiden. Der Lohn dafür ist ein langjährig funktionstüchtiger und nicht von den echten Zähnen zu unterscheidender Zahn.

Auch für Jugendliche gelten besondere Regeln: Zahnimplantate sollten erst eingesetzt werden, wenn das Kieferwachstum abgeschlossen ist. Verfrühte Behandlungen führen im Normalfall nicht zu guten Ergebnissen und oft zu Komplikationen. Es hat sich hierbei als sinnvoller erwiesen, die Zahnlücke zunächst mit einem herausnehmbaren Zahnersatz zu füllen. Oft versuchen Zahnärzte auch, einen beschädigten Zahn mit einer Wurzelbehandlung noch einige Jahre zu erhalten, bis ein Implantat gesetzt werden kann. Bei Mädchen kann der Eingriff meist mit dem 17. Lebensjahr gemacht werden, bei Jungen oft erst mit 18 Jahren.