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Ihre Entscheidung

Patienten, die sich zu einem schönheitschirurgischen Eingriff entschlossen haben, werden oft vom Zweifel geplagt, ob der sie beratende Arzt wirklich über die fachlichen und persönlichen Qualifikationen verfügt, um die geplante OP bei Ihnen durchführen zu können.

Bevor wir Ihnen als kleine Hilfe unseren Fragebogen zur eigenen Absicherung vorstellen, möchten wir Sie in einigen kurzen Sätzen über den "Markt" der Plastischen Chirurgie informieren, damit Sie Ihre Entscheidung auf der Grundlage gegebener Rahmenbedingungen fällen können.

Als erstes sollten Sie unbedingt wissen, dass jeder Arzt Operationen durchführen darf. Es spielt dabei keine Rolle, ob dieser Arzt genügend Erfahrung mitbringt oder eine Ausbildung in der ästhetischen Medizin absolviert hat. Theoretisch besteht für jeden Arzt die Möglichkeit, ohne jede Vorbildung im Bereich der chirurgischen Medizin einige Kurse mitzumachen und anschließend Patienten operativ zu behandeln, und das nicht nur in der Plastischen Chirurgie. Die durch die mangelhafte Qualifikation dieser Ärzte verursachten Schäden können sehr gravierend sein; wird doch immer wieder in der Presse von solchen "schwarzen Schafen" der Branche berichtet. Es ist deshalb sehr wichtig für Sie, nicht allein auf ein sympathisches Verhalten zu reagieren. So wichtig Vertrauen und Sympathie zwischen Arzt und Patient insbesondere im Bereich der ästhetischen Medizin sind, dürfen sie nicht alleiniges Kriterium Ihrer Entscheidung sein. Von eminent wichtiger Bedeutung muss für einen selbst die fachliche Qualifikation des Arztes sein, dem Sie sich anvertrauen möchten.

Ein zweiter Aspekt, den Sie sich vergegenwärtigen sollten, ist folgender: In Deutschland ist die Berufsbezeichnung „Schönheitschirurg“ oder „ästhetischer Chirurg“ nicht geschützt, d.h.: Jeder Mediziner darf sich "Schönheitschirurg" nennen, unabhängig davon, ob er die fachlichen Voraussetzungen erfüllt oder nicht. Es gibt zwei Ausbildungen in der Chirurgie, die Ihnen Sicherheit bieten können: Der Facharzt für Plastische Chirurgie und die Zusatzbezeichnung Plastische Operationen.

Im ersteren Fall hat der Mediziner eine mehrjährige Facharztausbildung durchlaufen, die sich ausschließlich mit dem Gebiet der Plastischen Chirurgie befasst.

Ein viertes Kriterium für Ihre Entscheidung sollte die Art der Institution sein, die Ihnen eine medizinische Behandlung anbietet. In schwierigeren Fällen ziehen Patienten oft das öffentliche Krankenhaus einer Privatklinik oder Ambulanz vor. Wir sind der Auffassung, dass hier ein Vorurteil vorliegt, das auf einer Unkenntnis der tatsächlich gegebenen Rahmenbedingungen beruht. Jedes Krankenhaus hat die Ausbildung von Medizinern zur Aufgabe. In der Regel ist es deshalb so, dass operative Eingriffe häufig von noch nicht voll ausgebildeten Fachärzten durchgeführt werden, also von Ärzten, die einen entsprechenden Facharzt anstreben. In einer Privatklinik hingegen wird immer ein ausgebildeter Facharzt, wenn er denn diese Bezeichnung erworben hat, die Eingriffe durchführen.

Ein fünftes wichtiges Kriterium ist die Räumlichkeit, in der die Behandlung stattfinden soll. Eine ärztliche Behandlung darf - außer in Notfällen - nur in einer Praxis oder Klinik ausgeübt werden. Wenn Sie sich also beispielsweise bei einer Kosmetikerin in deren Räumen von einem Arzt unterspritzen lassen, fallen alle haftungsrechtlichen Bedingungen weg, sprich: Die Haftpflichtversicherung des Arztes zahlt keinen Cent, wenn etwas passieren sollte. Auch so genannte Botox-Parties, die die Hemmschwelle einer Behandlung senken sollen, sind aus medizinischer Sicht als äußerst fragwürdig zu betrachten, denn eine seriöse Beratung des Patienten kann nur unter Bedingungen stattfinden, die Ihnen eine freie Entscheidung garantieren.

Der nachfolgende Fragebogen soll allen Patienten helfen, sich mehr Klarheit für Ihre Entscheidung zu verschaffen und mögliche Risiken zu minimieren helfen. Die hier genannten Hinweise können auf jeden Arzt und jede Klinik angewendet werden, natürlich auch auf uns, die Clinic im Centrum und ihre Ärzte.

1. Ärzte / Kliniken

  • Ist der operierende Arzt fachlich qualifiziert, die von Ihnen gewünschte Operation durchzuführen?
  • Welche Facharztbezeichnung hat er?
  • Wie oft hat er den Eingriff bereits ausgeführt?
  • Wie viele Jahre praktiziert er?
  • Hat er alle Ihre Fragen bei der Beratung behandelt?
  • Wird die Beratung vom operierenden Arzt durchgeführt?
  • Bei Narkose: Wird eine Beratung durch den Anästhesisten durchgeführt?
  • Wurde auf die Risiken des Eingriffs eingegangen?
  • Wird eine Fotodokumentation erstellt?
  • Werden Sie zu einer Entscheidung gedrängt?
  • Werden Rabatte oder Sonderangebote offeriert?

Aber fragen Sie nicht nur die Klinik oder die Ärzte. Befragen Sie sich in aller Ernsthaftigkeit auch selbst, welche der folgenden Punkte auf Sie zutreffen, denn es geht in erster Linie um Sie, Ihren Körper und Ihre Gesundheit.

2. Patienten

  • Habe ich eine klare Vorstellung von den Möglichkeiten und Grenzen des Eingriffs erhalten?
  • Habe ich mich über die Qualifikation des operierenden Arztes genügend informiert?
  • Habe ich meine Fragen vorher notiert und alle gestellt?
  • Ist meine Entscheidung durch den Preis beeinflusst?
  • Bin ich bereit, ein eventuell höheres Risiko in Kauf zu nehmen, wenn ich weniger bezahle?
  • Bin ich mir über die Risiken des von mir gewünschten Eingriffs im Klaren?
  • Möchte ich eine zweite Meinung einholen oder habe ich Vertrauen zum beratenden Arzt gewonnen?