Fettabsaugung
Die Anatomie
Fett verteilt sich im Körper nicht gleichmäßig, sondern in verschiedenen Schichten. Es hat die Aufgabe, zu polstern (z.B. die Wangen oder Fußsohlen), zu isolieren (unter der Haut), einen Energievorrat anzulegen (tiefere Depotschichten) und den Körper zu proportionieren.
Unter dem Einfluss von Hormonen und Botenstoffen lagern einige Fettzellen besonders rasch Fett ein, geben es aber erst spät wieder frei. Daher haben Diäten oft nicht den gewünschten modellierenden Effekt, z.B. an der Hüfte oder im Reithosenbereich. Man nimmt in Körperregionen wie dem Gesicht, an den Armen oder am Busen ab, aber nicht - wie gewünscht - in der Taille oder auf den Hüften.
In den typischen Zonen der Fettansammlung liegt die erste Schicht unter der Haut (subkutanes Fettgewebe). Die Fettzellen sind dabei eingelagert in Bindegewebsstränge. Eine weitere Bindegewebsschicht (Faszie) trennt das oberflächliche Fett von einer tieferen Depotschicht. Da hier die senkrecht verlaufenden Bindegewebsunterteilungen fehlen, sind die Fettzellen traubenförmig angeordnet. Diese tiefere Schicht ist bei dickeren Fettansammlungen deutlich stärker ausgebildet als die oberflächliche. Sie ist daher leichter abzusaugen als die oberfläche, in der die Bindegewebsstrukturen erhalten bleiben sollen, weil sie das ausgesaugte Gewebe immer noch "in Form halten". Beide Schichten werden von Blutgefäßen versorgt, die Schleifen bilden und miteinander in Verbindung stehen.
Aufgrund der Anatomie der Fettverteilung sind einige Zonen ideal abzusaugen, wie z.B. Fettansammlungen am Bauch, an den Oberschenkeln ("Reithosen"), am Kinn, den Oberarmen und der Hüfte. Eine Absaugung im Gesicht, an den Waden und Fesseln ist dagegen schwieriger.






