Operative Entfernung von Krampfadern (Varizen) / Krampfaderoperation
Krampfadern (Varizen) sind erweiterte Venen (Blutgefäße, die das Blut wieder zum Herzen transportieren), deren Klappen, die wie ein Rückstauventil funktionieren sollen, undicht geworden sind und so das Blut in den Gefäßen gestaut halten. Meist sind die oberflächlichen Hautvenen in den Beinen betroffen.
Wird keine Behandlung durchgeführt, können Beschwerden auftreten wie Schwere der Beine, Schmerzen, Hautveränderungen, Venenentzündungen bis hin zu Unterschenkelgeschwüren. In vielen Fällen verlieren die Beine ihre Schönheit.
Eine Kompressionsbehandlung, Medikamente oder Sklerosieren (Veröden von kleinen Venen) kann Linderung schaffen. Sind die Krampfadern ausgeprägt, ist eine Operation medizinisch sinnvoll und auch aus ästhetischer Sicht anzuraten.
Vor der Krampfaderoperation / Varizen-OP sollte untersucht werden, ob das tiefe Venensystem in Ordnung ist. Ihr Arzt wird nach einer Untersuchung die notwendigen Anordnungen treffen.
Eine Krampfaderoperation / Varizen-OP kann sowohl in örtlicher Betäubung
als auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Auch die ambulante
Durchführung der Krampfaderoperation / Varizen-OP ist möglich und birgt
keine höheren Risiken. Bei der Krampfaderoperation / Varizen-OP wird ein
kleiner Schnitt in der Leiste angelegt und die geschädigte Vene
unterbunden und durchtrennt.
Anschließend schiebt der operierende Arzt eine Minisonde in das Gefäß,
die am Knie oder am Innenknöchel durch einen kleinen Schnitt (ca. 5 mm)
wieder herausgeführt wird. Mit Hilfe dieser Sonde wird dann die kranke
Vene herausgezogen (Stripping). Kleine und kleinste weitere Schnitte
dienen zur Entfernung von kranken Seitenästen.
Nach der Krampfaderoperation / Varizen-OP muss das Bein für einige Tage bandagiert werden. Nach dem Entfernen der Fäden oder der Pflaster wird dann für sechs Wochen ein Kompressionsstrumpf getragen. Trotz größter Sorgfalt können nach einer Krampfaderoperation / Varizen-OP vereinzelt Komplikationen auftreten. Blutergüsse sind in jedem Fall zu erwarten und werden mit heparinhaltigen Salben behandelt. Wundinfektionen können durch gute Desinfektion und Sterilität weitestgehend ausgeschlossen werden.
Thrombosen (Bildung von Blutgerinseln) im tiefen Venensystem mit Gefahr
einer Lungenembolie sind sehr seltene, dennoch gefürchtete
Komplikationen einer operativen Venenbehandlung / Krampfaderoperation /
Varizen-OP. Ausgiebige Mobilisierung (Bewegungstherapie) nach der
Operation ist die beste Thromboseprophylaxe. Bei erhöhtem Risiko wird
ein Medikament verordnet, welches die Blutgerinnung herabsetzt.
Wir können Ihnen mit dieser Information nur einen allgemeinen Überblick
über das Thema Krampfaderoperation / Varizen-OP geben. In einem
individuellen Beratungsgespräch werden unsere Fachärzte intensiv auf
Ihre Problemstellung eingehen und die beste Lösungsmöglichkeit für eine
Krampfaderoperation / Varizen-OP vorschlagen. Selbstverständlich werden
Sie die Fachärzte auch über mögliche Komplikationen und Nebenwirkungen
einer Krampfaderoperation / Varizen-OP eingehend informieren. Nehmen Sie
das Beratungsgespräch als Gelegenheit, uns und unser Ärzteteam
kennenzulernen.






