Modernen Techniken der Schweißdrüsenbehandlung
Übermäßige Schweißbildung
Schweißdrüsenabsaugung
Schwitzen ist die normale Reaktion des Körpers auf
hohe Temperaturen oder auch Stresssituationen.
Eine Vielzahl von Menschen hat jedoch das Problem
scheinbar unkontrolliert vermehrt zu schwitzen.
Die Grenze zwischen „normalem“ und übermäßigem
Schwitzen ist nicht klar zu definieren. Ein
Behandlungsbedarf besteht dann, wenn eine Beeinträchtigung
der persönlichen Lebensführung vorliegt
und die Lebensqualität eingeschränkt ist. Vermehrte
Schweißbildung kann in den Achselhöhlen
aber auch z. B. an Händen und Füßen auftreten. Tritt
dieses Problem in den Achselhöhlen auf, bilden sich
nicht nur unschöne Flecken in der Kleidung, sondern
es kann zu schwerwiegenden Folgen und entzündlichen
Prozessen mit Narbenbildung kommen. Eine
Behandlung erfolgt in der Clinic im Centrum bevorzugt
durch eine Schweißdrüsenabsaugung. Es gibt
jedoch noch weitere Behandlungsmethoden, wie
z.Bsp. die teilweise Schweißdrüsenentfernung oder
die sanftere Methode der Einspritzung von Botulinum
Toxin A, um die Nervenleitung zu den Schweißdrüsen
zu blockieren.
Bei der Schweißdrüsenabsaugung wird, ähnlich wie
bei der Fettabsaugung, Unterhautfettgewebe über
kleine Hautschnittzugänge abgesaugt und hierbei
die Nerven zu den Schweißdrüsen im Unterhautfettgewebe
durchtrennt. Teilweise werden hier die
Schweißdrüsen zusätzlich ausgeschabt.
Fakten auf einen Blick:
OP-Dauer: 1-2 Stunden
Narkose: Örtliche Betäubung
Clinic-Aufenthalt: In der Regel ambulant
Nachbehandlung: Verband für ca. 1 Woche.
Schweißdrüsenabsaugung / Hyperhidrose / Hyperhidrosis
Übermäßiges Schwitzen
Die meisten Menschen kennen das Problem: In bestimmten Lebenssituationen
neigen sie dazu, vermehrt zu schwitzen. Die Ausprägung und die
Verteilung am Körper können dabei sehr unterschiedlich sein: Kopf und
Gesicht können ebenso betroffen sein, wie Hände und Achselhöhlen oder
die Füsse. Dieses Phänomen bezeichnet man allgemein als
Hyperhidrosis.
Wenn die Schweissbildung unkontrollierbar erscheint, bzw. in so massiver
Form auftritt, dass das tägliche Leben hierdurch beeinflusst wird,
ergibt sich für die Betroffenen häufig der Wunsch nach Abhilfe.
Besonders, wenn vermehrtes Schwitzen in den Achselhöhlen vorliegt „sog.
Hyperhidrosis axillaris“ sind die Folgen deutlich erkennbar, denn
es bilden sich sichtbare Flecken in der Kleidung. Typischerweise besteht
diese Neigung zum vermehrten Schwitzen zwar nur unter bestimmten
Bedingungen, aber die Angst vor den sichtbaren Folgen alleine kann
diesen Prozess schon in Gang setzen. Es gibt vielfältige
Behandlungsmöglichkeiten, um „Stress“ abzubauen oder gar nicht erst
entstehen zu lassen. So kann die Ursache für das übermässige Schwitzen
häufig positiv beeinflusst werden.
Eine Vielzahl von Menschen hat aber ein weitergehendes Problem: Sie
schwitzen immer vermehrt. Es wird geschätzt, dass davon in Deutschland
bis zu 5 Millionen Menschen betroffen sind.
Dadurch wird die Lebensqualität häufig massiv beeinträchtigt. Als
schwerwiegende Folge kommt es ebenfalls häufig zu entzündlichen
Prozessen mit Vernarbungen in den Achselhöhlen. Die Grenzen zwischen
„normalem“ Schwitzen und übermäßigem Schwitzen sind nicht klar zu
ziehen. Wenn eine störende Beeinträchtigung der persönlichen
Lebensführung vorliegt, so besteht in der Regel ein Behandlungsbedarf.
Man unterscheidet grundsätzlich 2 Arten von übermässigem Schwitzen:
Primäre Hyperhidrose: Die genaue Ursache dieser Störung ist nicht
bekannt. Es handelt sich deshalb um eine so genannte Ausschlussdiagnose
bei einem sonst gesunden Patienten. Betroffene leiden meist ab der
Pubertät unter vermehrtem Schwitzen. Auslöser sind neben erhöhter
Umgebungstemperatur insbesondere Nervosität, Stress und geringfügige
körperliche Anstrengung.
Sekundäre Hyperhidrose: Hier ist die vermehrte Schweißproduktion
ursächlich durch eine andere Erkrankung bedingt:
- endokrine Hyperhidrose bei Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion), bei Phäochromozytom (seltener u.a. adrenalinproduzierender Tumor), im Klimakterium (Wechseljahre), andere seltene Hormonstörungen
- neurologische Hyperhidrose bei Schädigung des Sympathikus oder Irritation durch z.B. eine Halsrippe, Halsmarkerkrankung evtl. mit Hormonsyndrom, Querschnitt-Symptomatik, nach Unfallverletzungen von Nerven
- psychisch bedingte Hyperhidrose bei manifesten psychischen oder psychiatrischen Leiden
- medikamentös bedingte Hyperhidrose bei Einnahme von Hormonen, Parasympathomimetika, Kortikoiden, Salicylsäure u.a.