Augenlidkorrektur
Operationstechniken
Dem erfahrenen Chirurgen stehen verschiedene Techniken der Lidkorrektur zur Verfügung, die er der jeweiligen Ausgangslage anpasst. Wesentliches Kriterium dabei ist, daß die Lider sich ganz schließen können, es zu keinem starren Ausdruck kommt und auf eine möglichst kleine Schnittführung geachtet wird.
1. Oberlidkorrektur bei Schlupflidern/ erschlafften Lidern
Ein Haut- und Muskelstreifen (sowie gegebenenfalls Fett) wird aus dem Oberlid entfernt, wobei der Schnitt so geführt wird, dass die spätere Narbe genau in der Lidfalte zu liegen kommt. Da der hauchdünne Faden in der Haut selbst geführt wird (intrakutan), ist die Narbe größtenteils unsichtbar und ragt lediglich einen halben bis zu einen Zentimeter über die Lidfalte hinaus. Einige Millimeter Narbe können auch im inneren Augenwinkel sichtbar bleiben.
2. Oberlidkorrektur bei asiatischer Augenkontur
Indem eine Falte am Oberlid künstlich geschaffen wird, lässt sich die bei Asiaten fehlende Faltenbildung imitieren.
3. Unterlidkorrektur bei Tränensäcken und schlaffem Lidgewebe
Bei Tränensäcken wird Haut- und Muskelgewebe sowie gleichzeitig das Fettgewebe entfernt. Sollte bei jüngeren Patienten (bis etwa Ende Dreißig) die Lidhaut noch elastisch genug sein, um sich an das verminderte Volumen anzupassen, reicht eine ausschließliche Entfernung des Fettgewebes aus. Der Schnitt erfolgt mit einigen Millimetern Abstand parallel zur unteren Lidkante und kann so später teilweise von den Unterlidwimpern verdeckt werden. Da innerhalb der inneren Hautschicht vernäht wird, entsteht eine später kaum sichtbare Narbe.
Damit im Falle von sehr schlaffem Lidgewebe bei der Entfernung eines Haut-Muskelstreifens nicht die Gefahr einer Lidfehlstellung (Ektropiums) entsteht, wird das Unterlid gegebenenfalls seitlich zum Augenwinkel hin gestrafft und an der Knochenhaut der Augenhöhle mit einer Naht fixiert.






