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Rheinischer Merkur

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Veröffentlichung vom 11. November 2009

Der Rheinische Merkur berichtet über die aktuelle Ausrichtung des Reiseprogrammes der TUI und schenkt dabei auch der Kooperation mit Clinic im Centrum Aufmerksamkeit. Dabei wird ein umfangreiches Leistungsspektrum angeboten, das von Wellness bis hin zu minimalinvasiven Eingriffen reicht und so den Urlaubsaufenthalt noch „schöner“ macht.

Urlaub zwischen Skalpell und Palmenstrand

TRENDS Kosmetische Eingriffe während der Ferien gehören zu den neuen Angeboten

Auf die Reiselust der Bundesbürger ist auch in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise Verlass. Fast wenigstens, denn auch der Marktführer Tui spürte in der gerade abgelaufenen Saison einen Rückgang bei den Buchungen. Um zehn Prozent ging die Zahl der Kunden zurück. Dennoch ist Tui-Vorstandschef Volker Böttcher optimistisch: „Offensichtlich verschieben die Menschen lieber Anschaffungen, um weiter reisen zu können. Wir sehen auch in den aktuell schwierigen Zeiten keine Anzeichen, dass sich das Reiseverhalten grundlegend ändert.“
Trotz des Rückgangs hat der deutsche Marktführer seine wirtschaftlichen Ziele erreicht. „Unsere Devise ‚Marge vor Menge‘ war richtig“, zieht Böttcher zufrieden Bilanz. Zu den Gewinnern der Saison zählt unter den Zielen am Mittelmeer die Türkei, während bei den Fernzielen Costa Rica, die USA, China, die Malediven und Südafrika sowie Jamaika beste Zuwachsraten verzeichnen konnten. Wie sensible Urlauber reagieren, zeigt sich auf der anderen Seite bei Mexiko, wo der Ausbruch der Schweinegrippe zu deutlichen Einbußen führte.

Vor allem im sogenannten Bausteingeschäft, also der Möglichkeit, Reisen individuell zusammenzustellen, sowie bei den hochwertigen Hotels war der Rückgang moderater. Gleichzeitig legten die All-inclusive-Angebote weiter zu. Inzwischen liegt ihr Anteil bei 55 Prozent. Im Sommer des vergangenen Jahres betrug er noch 50 Prozent. In der Türkei buchten sogar 80 Prozent der Urlauber diese Art der Ferien.
Und wie wird sich der Reisemarkt entwickeln? Marktführer Tui ist optimistisch, dass sich die Bundesbürger auch im kommenden Jahr den Spaß am Urlaub nicht verderben lassen werden, und macht dafür drei Indikatoren verantwortlich. Mit einem Anteil von 40 Prozent ist die Zahl der Frühbucher erstaunlich hoch „und liegt“, so Böttcher, „damit deutlich über dem Niveau früherer Jahre.“ Außerdem steigen seit einigen Wochen die Buchungen auf der Fernstrecke wieder an, und zudem ist das Interesse an einer Reise im Winter sehr hoch. Vor allem zweiwöchige Reisen in die Sonne sind nach den Beobachtungen der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung gefragt. Besonders reisefreudig sind nach dieser Untersuchung die 30- bis 40-Jährigen ebenso wie die Generation 60 plus.
Im kommenden Jahr können die Urlauber zudem mit geringeren Kosten für ihre Ferienaufenthalte rechnen. Vor allem in Spanien wird die „schönste Zeit des Jahres“ deutlich preiswerter. Die Preisnachlässe liegen zwischen sieben (Kanaren) und sechs Prozent auf den Balearen. Selbst die in den vergangenen Jahren erfolgsverwöhnte Türkei muss einen Nachlass von 5,5 Prozent hinnehmen. Auch in Osteuropa sinken die Preise auf breiter Front. Bei den Fernreisen verringern sich die Kosten für einen Urlaub in Mexiko um sieben, in der Dominikanischen Republik um fünf Prozent. Im besonders von der Wirtschaftskrise geschüttelten New York haben die Preisabschläge der Hotels inzwischen bis 17,5 Prozent erreicht. In Asien liegen die Nachlässe mit 13 Prozent in Thailand und 14 in Sri Lanka besonders hoch.
Neben den Trends zum Rundum-sorglos-Urlaub mit vorher genau definierten Kosten in den All-inclusive-Anlagen haben die Tui-Planer den Gesundheitssektor entdeckt und gehen dabei noch ein Stück weiter als bei den bisher üblichen Wellnessangeboten oder den Kur- und Präventiv-Urlauben, die zum Teil von den Krankenkassen gefördert und nach wie vor gebucht werden können.
In Zusammenarbeit mit der „Clinic im Centrum“, die 41 Kliniken in Europa (38 davon in Deutschland) betreibt, bietet der Reisekonzern vom kommenden Jahr an die Möglichkeit, sich im Urlaub grundlegend kosmetisch „überarbeiten“ zu lassen und „schöner“, so ein Tui-Sprecher, „aus dem Urlaub zurückzukehren“. Dabei tritt das Unternehmen lediglich als Vermittler der Unterkünfte auf. Den Rest übernimmt der Partner Clinic im Centrum. Die Angebote reichen von den klassischen Wellnessangeboten über Zahnheilkunde (einschließlich Implantologie) und Antifaltenbehandlungen bis hin zu „minimalinvasiven Eingriffen“. Während der Partner (oder die Partnerin) also die schönsten Tage des Jahres am Strand genießt, begibt sich der andere Teil unters Messer und gibt dem Begriff „schöne Ferien“ eine (hoffentlich) ganz neue Bedeutung.
Aktuelle Marktforschungsstudien bescheinigen der Fernreise eine blühende Zukunft, wobei vor allem Rundreisen die größten Zuwächse verzeichnen. Mit der in den vergangenen Jahren gewachsenen Reiseerfahrung interessieren sich die Bundesbürger zunehmend für exotische Ziele, wobei gleichzeitig auch die Ansprüche gestiegen sind. Auf diesen Trend reagiert Tui mit sogenannten Entdeckerreisen, bei denen die Urlauber nicht allein Strand und Sehenswürdigkeiten kennenlernen, sondern auch die Menschen und ihre Lebensumstände.