Beauty & Aesthetic
Veröffentlichung vom 26. November 2009
Die Beauty & Aesthetic Ausgabe widmet sich der Brustvergrößerung mit Eigenfett und hat zu diesem Zweck ein Interview mit dem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie Dr. Joachim Graf von Finckenstein von der Clinic im Centrum München / Kreiskrankenhaus Starnberg geführt.
Ein Traum wird wahr
Schöner Busen aus Eigenfett
Lästige Fettpölsterchen an Bauch und Po loswerden bei gleichzeitig üppigerem Dekolleté? Dank einer innovativen, minimalinvasiven Behandlungsmethode ist nun beides möglich – durch den Aufbau des Busens mit Eigenfett
Für Frauen, die keine Brustimplantate wünschen, ist die Eigenfettbehandlung eine echte Alternative. Im Gegensatz zu der herkömmlichen Vorgehensweise wird bei der Eigenfett-Methode vollständig auf das Skalpell verzichtet. Das Ergebnis ist dauerhaft und die Brüste sehen natürlich aus. „Der Wunsch nach schonenden Wegen der Brustvergrößerung nimmt immer mehr zu“, so Dr. Joachim Graf von Finckenstein, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Facharzt für Plastische Chirurgie Starnberg. Im Bereich der Faltenunterspritzung wird körpereigenes Fett bereits häufig angewendet. Jetzt wird auch Fettpolstern aus Problemzonen wie Reiterhosen oder am Bauch zu Leibe gerückt. Das Fett wird mit einem leichten Unterdruck abgesaugt, um die Fettzellen zu schonen. Nach Reinigung der Zellen spritzt der Operateur sie unter örtlicher Betäubung wieder in die Brust. So lässt sich eine Vergrößerung von bis zu einer Körbchengröße erzielen. Ein verblüffender Nebeneffekt zeigt sich übrigens auch auf der Haut, denn das dort implantierte Eigenfett sorgt für eine erheblich verbesserte Oberflächenstruktur und für mehr Hautelastizität. Sogar Dehnungsstreifen waren nach der Eigenfett-Behandlung in einigen Fällen kaum noch sichtbar. Das Eigenfett ist vielfältig einsetzbar. Es kann gezielt in bestimmten Arealen wie z.B. dem Dekolletébereich platziert werden. Weiterhin können mit dem Eigenfetttransfer eventuelle Größenunterschiede der Brüste ausgeglichen – oder ein tastbares Implantat mit einer Fettschicht bedeckt werden. Die Behandlungsmethode ist für alle Frauen geeignet, die über ein ausreichendes Fettpolster in anderen Körperregionen verfügen und sich nur eine mäßige Vergrößerung der Brust bis zu einer Körbchengröße wünschen.
Welche Voraussetzungen muss die Patientin für den Brustaufbau mit
Eigenfett erfüllen?
Der Aufbau der Brust mit Eigenfett setzt neben den allgemeinen
Bedingungen für eine Operation voraus, dass die Patientin keine
Brustveränderungen aufweist. Deshalb werden Patientinnen, die über 35
Jahre alt sind gebeten, vor dem Eingriff die Brust mittels Mammografie
untersuchen zu lassen, um Auffälligkeiten auszuschließen.
Wie läuft die Behandlung ab?
Die Operation kann entweder ambulant in örtlicher Betäubung oder
stationär durchgeführt werden. Das benötigte Eigenfett wird mit einer
neuen schonenden Methode entnommen, um die Fettzellen zu schonen. Die
Entnahme erfolgt meist auch im Bauch- oder Oberschenkelbereich. Die
gewonnenen und gereinigten Fettzellen werden entsprechend der
persönlichen Voraussetzung und der gewünschten Veränderung durch eine
Unterspritzung in viele kleine Depots in die Brust injiziert. Diese so
genannten Mikrodepots haben ein Volumen von weniger als einem Milliliter
(1 ml), dadurch können sie einen schnelleren Anschluss an die Blutgefäße
finden, um anwachsen zu können.
Ist die Eigenfett-Behandlung schmerzhaft?
Das Schmerzempfinden ist sehr individuell. Die meisten Patientinnen
beschreiben die Schmerzen ähnlich einem starken Muskelkater, aber nicht
so sehr in der Brust als an den Entnahmestellen. In den ersten Wochen
nach der Operation werden sie ein leichtes Spannungsgefühl in der Brust
haben, da sich die Haut und das Gewebe anpassen. Da die
Größenveränderung aber nicht so immens ist, lässt dieses Empfinden sehr
schnell nach.
Welche Nachteile und/oder Risiken birgt diese Methode?
Jeder Eingriff birgt ein Risiko von Komplikationen bzw. Nebenwirkungen.
Es können z.B. Nachwirkungen des Narkosemittels, Infektionen der Wunde,
Schwellungen, Blutungen oder Schmerzen auftreten.
Wie lange halten die Resultate an?
Der Brustaufbau mit Eigenfett ist nach bisherigem Kenntnisstand ab ca.
vier bis sechs Monaten dauerhaft, weil man davon ausgeht, dass die
Fettzellen nun endgültig angegangen sind. Allerdings unterliegen sie dem
dicker und dünner werden ebenso wie alle anderen Fettzellen im Körper.
Was kostet die Behandlung?
Ungefähr genauso viel wie eine normale Brustvergrößerung, ab 5000 Euro
je nach Befund; allerdings kommt man ohne Aufpreis zu einer zusätzlichen
Fettabsaugung der unerwünschten Körperstellen.
Dr. Joachim Graf von Finckenstein, Clinic im Centrum Starnberg, ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch Plastische Chirurgie (DGÄPC) und immer den neuesten Trends in seinem Gebiet auf der Spur






