Beauty & Aesthetic
Veröffentlichung vom 26. November 2009
Schön im Intimbereich – nachdem ästhetische Operationen im Intimbereich lange Zeit in Deutschland belächelt wurden und die Nachfrage gering war, entdecken nun auch immer mehr deutsche Frauen die Vorteile dieser Eingriffe für sich.
Schön im INTIMBEREICH
Intim-OPs sind nicht neu. In Brasilien werden diese Eingriffe bereits seit den 50er Jahren durchgeführt. Hierzulande wurden Intim-OPs lange belächelt oder tabuisiert. Doch seit einiger Zeit sind Eingriffe dieser Art angesagt, Tendenz steigend.
Die operative Verkleinerung der Schamlippen war in Deutschland lange
Zeit ein Tabuthema. Inzwischen sind aber auch deutsche Frauen viel
offener in Bezug auf ihre Ästhetik im Intimbereich. Nicht viele von
ihnen sprechen darüber, doch immer mehr lassen sich inzwischen
operieren. Dadurch dass Frauen sich häufiger die Schamhaare vollständig
entfernen, kommt die Form der Schamlippen mehr zum Vorschein. Kein
Frage, dass sich auch in dieser Körperregion ein Schönheitsideal
herausbildet: Die inneren Schamlippen sollten möglichst von den äußeren
vollständig bedeckt werden. Aber nicht nur ästhetische, sondern auch
hygienische und funktionelle Gesichtspunkte spielen eine Rolle. Zu große
Schamlippen können zu erheblichen psychischen Belastungen führen. Häufig
werden Saunabesuche, Sexualkontakte oder das Tragen enger Kleidung
aufgrund des vorliegenden Problems vermieden. Selbst Radfahren oder
Reiten können unangenehm sein. Aus Schamgefühl wird dieses gar nicht
seltene Phänomen aber selbst beim Arzt des Vertrauens oft nicht
angesprochen. Dabei kann dieses Problem mit einem kleinen Eingriff
leicht behoben werden. Das Prinzip der Schamlippenkorrektur besteht im
Entfernen des überflüssigen Teils der Schamlippen und ästhetischer
Modellierung derselben. Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung und
ambulant durchgeführt. Natürlich kann die Behandlung auch unter
Vollnarkose erfolgen. Der zu entfernende Bereich wird aufgezeichnet,
bevor die Schamlippen lokal betäubt werden. Das überschüssige Gewebe
wird beseitigt, die Blutung gestillt und anschließend die Schleimhaut
vernäht. Für ein harmonischeres und ästhetisch ansprechenderes
Gesamtbild werden Klitorismantel und Schamhügel häufig ebenfalls
korrigiert bzw. gestrafft und abgesaugt. Da die Operation in einem
Bereich durchgeführt wird, der es erschwert, eine sterile Umgebung zu
halten, sind leichte Komplikationen beim Verheilen der Wunde nach dieser
Operation möglich.
Dr. Hermann Solz ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
und Chefarzt der Clinic im Centrum Mannheim (www.clinic-im-centrum.de).
Er absolvierte sein Studium unter anderem in Brasilien, wo operative
Eingriffe im Intimbereich seit langem zur Tagesordnung gehören. Er hat
bereits Tausende dieser Eingriffe erfolgreich durchgeführt.
Herr Dr. Solz, konnten Sie in den letzten Jahren einen Anstieg bei
Intimoperationen beobachten?
Ja, die Anzahl dieser Eingriffe ist in Deutschland in den letzten Jahren
deutlich angestiegen. Das heißt aber nicht, dass das Thema neu ist.
Häufig leiden die Frauen bereits seit Jahren unter ihrem Makel, wussten
aber nicht, dass es eine Lösung für das Problem gibt.
Warum lassen sich Frauen ihre Schamlippen verkleinern?
Es gibt grundsätzlich drei Hauptgründe: funktionelle, hygienische und
ästhetische Probleme. Viele Frauen, die zum Beispiel unter stark
vergrößerten inneren Schamlippen leiden, haben Schmerzen beim
Geschlechtsverkehr oder Probleme beim Sport. Eine
Schamlippenverkleinerung kann diese Probleme beheben. Etwa genauso viele
Frauen kommen zu mir, weil sie sich im Genitalbereich nicht schön
finden. Das führt dazu, dass sie sich nicht mehr trauen, in die Sauna zu
gehen oder Sex mit ihrem Partner nur noch im Dunkeln stattfindet.
Wann ist eine solche Operation sinnvoll?
Wenn es die Patientin wirklich stört. Dies kann zum einen eine
ästhetische Ursache wie z.B. eine Asymmetrie haben, zum anderen
Funktionsbehinderungen wie z.B. Schmerzen in enger Kleidung. Probleme in
der Sexualität sind ebenfalls sehr häufig.
Wird der Sex danach besser? Oder ändert sich überhaupt etwas beim
Geschlechtsverkehr?
Ja, selbstverständlich. Zu große Schamlippen können erhebliche sexuelle
Funktionsstörungen verursachen. Der Eingriff kann nicht nur psychische
Probleme durch ein vorher erhöhtes Schamgefühl reduzieren, sondern auch
die sexuelle Erregung beider Partner aus rein funktionalen Gründen
deutlich verbessern
Welche Probleme können während oder nach einer
Schamlippenverkleinerung auftreten?
Wie bei jeder Operation besteht ein geringes Risiko von Nachblutungen.
Wichtig ist, dass sich Patientinnen nur von einem langjährig erfahrenen
und auf diesem Gebiet qualifizierten Facharzt für Plastische Chirurgie
operieren lassen. Oft kommen Patientinnen zu mir, bei denen
Nachkorrekturen durchgeführt werden müssen, weil zu viel oder zu wenig
Gewebe entfernt wurde. Ein erfahrener Facharzt weiß, dass die inneren
Schamlippen sowohl eine sexuelle Funktion, als auch die Aufgabe haben,
den Geburtskanal vor Infektionen zu schützen. Sie dürfen auf keinen Fall
zu sehr verkleinert werden.
Wie lange ist der Geschlechtsverkehr nach der Operation verboten?
Wir empfehlen unseren Patientinnen vier Wochen nach der Operation wieder
Sex zu haben. Das fördert sogar die Heilung, weil es die Narbe weich und
elastisch macht.
Gibt es Alternativen zur Operation?
Nein, leider nicht. Die überschüssige Haut kann nicht durch Gymnastik
oder kosmetische Produkte entfernt werden. Nur diese relativ
unkomplizierte Operation für zu dem gewünschten Erfolg.






