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Durchführung einer Bruststraffung

Methoden der Bruststraffung

Jede Patientin ist einzigartig. Daher verläuft bei uns auch keine Bruststraffung wie die andere. Nach der Untersuchung der Brust im Beratungsgespräch wird Ihnen Ihr Facharzt für Plastische Chirurgie eine für Sie geeignete Methode der Mastopexie vorschlagen. Damit Sie verstehen, welche unterschiedlichen Techniken bei der Operation zur Verfügung stehen, möchten wir Ihnen hier einen kleinen Überblick über die gängigen Möglichkeiten geben.

Frauen mit einer eher kleinen Brust und einer geringfügigen Brusterschlaffung profitieren von einer Bruststraffung nach der Benelli-Methode. Bei dieser Technik erfolgt die Schnittführung einmal rund um den Brustwarzenhof herum. Auch die Brustwarze kann dabei versetzt werden.

Der Nachteil ist, dass auf diese Weise keine größeren Hautüberschüsse entfernt werden können. Ein großer Busen mit starker Erschlaffung kann mit dieser Technik nicht gestrafft werden.

Grundsätzlich ist die Bruststraffung nach Benelli sehr risikoarm und schonend. Zum einen sind die Narben äußerst unauffällig, zum anderen bleiben Sensibilität der Brüste sowie die Stillfähigkeit in der Regel vollständig erhalten. Bei vielen Patientinnen kann die Bruststraffung mit dieser Technik in lokaler Anästhesie und Dämmerschlaf durchgeführt werden. Dadurch entfallen die potenziellen Komplikationen der Vollnarkose.

Diese Technik wurde von der Chirurgin Madeleine Lejour entwickelt. Sie beginnt – ähnlich wie die Benelli-Methode – mit einem Schnitt, der um den Brustwarzenhof herum führt. Anschließend wird dieser durch einen senkrechten Schnitt bis zur Brustfalte verlängert. Dadurch entsteht eine Narbe, die wie ein „i“ beziehungsweise ein Pilz wirkt. Über den Schnitt können dann überschüssiges Fett und Gewebe entfernt werden. Das Besondere der Lejour-Technik: Am Ende wird die Haut durch eine spezielle Nahttechnik gerafft, die das Gewebe nochmals nach oben schiebt und ihm festen Halt verleiht.

Die Lejour-Technik eignet sich sehr gut für Patientinnen mit mittelgroßen Brüsten, die über eine noch relativ gute Hautqualität verfügen. Womit Sie jedoch rechnen müssen: Aufgrund der speziellen Nahttechnik entsteht eine gekräuselte Narbe, die in der Regel ein ganzes Jahr braucht, um sich zu glätten. Das heißt, Sie benötigen etwas Geduld, bis das endgültige Resultat sichtbar wird. Sollte das Ergebnis nach diesem Zeitraum immer noch nicht zufriedenstellend sein, besteht die Möglichkeit einer korrigierenden Behandlung.

Die Lejour-Technik hat für Frauen mit einem größeren Dekolleté einen Nachteil: Da das Gewebe ausschließlich von der Haut in Form gehalten wird, kann es passieren, dass die Spannkraft der Brüste bald wieder nachlässt. Ein erneutes Absinken droht – je schwerer die Brust, desto früher.

Die Bruststraffung mit innerem BH stellt eine Weiterentwicklung von Lejour dar. Anstatt sich auf die Haltekraft der Haut zu verlassen, wird bei der Bruststraffung mit innerem BH das Gewebe aus den unteren Arealen der Brust nach oben verlagert – gewissermaßen als körpereigenes Implantat. Zudem wird die untere Schicht der überschüssigen Haut nicht entfernt, sondern nach innen eingearbeitet und als „innerer BH“ verwendet. So entsteht ein Plus an Volumen, das sich selbst trägt und nicht mit seinem Gewicht die Haut ausleiert.

Anwendung findet die Bruststraffung mit innerem BH vor allem bei Frauen, die unter schwachem Bindegewebe und einer starken Brusterschlaffung leiden, sowie bei Patientinnen mit Asymmetrien.

Die T- und die L-Technik knüpfen ebenfalls an Lejour an und führen die Methode weiter. Beide Operationsmethoden kommen vorwiegend zur Straffung großer Brüste bei starker Erschlaffung zum Einsatz. Auch die Brustverkleinerung  wird häufig auf diese Weise vorgenommen. Diese Operationstechniken empfehlen wir daher insbesondere Patientinnen, die sowohl eine Straffung als auch eine Volumenreduktion wünschen.

In beiden Fällen wird zunächst wieder einmal rund um den Brustwarzenhof herum geschnitten. Anschließend setzt der Chirurg die senkrechte Verlängerung des Schnittes bis zur Brustumschlagfalte.

Bei der Bruststraffung mit der T-Technik setzt der Facharzt für Plastische Chirurgie dann einen weiteren Schnitt, der waagrecht in der gesamten Brustumschlagfalte verläuft. Dabei entsteht eine Narbe, die an ein umgedrehtes T erinnert.

Ähnlich verhält es sich bei der L-Technik. In diesem Fall wird der waagrechte Schnitt in der Brustfalte jedoch einseitig ausgeführt, sodass ein L-förmiger Schnitt entsteht. Über die Schnitte wird anschließend Gewebe entfernt. Häufig wird bei der Bruststraffung auch eine Fettabsaugung vorgenommen, um den Oberkörper noch besser modellieren zu können.

Die Mastopexie nach der T- und L-Technik ist vor allem bei umfangreicherer Gewebereduktion ein anspruchsvoller Eingriff, bei dem das gesamte Dekolleté neu geformt werden muss. Umso wichtiger ist es, sich dafür an einen versierten und erfahrenen Facharzt zu wenden.

Der Tag der Operation

Sofern Sie eine Bruststraffung in Vollnarkose erhalten, erscheinen Sie bitte nüchtern in Ihrer Klinik oder Praxisklinik. Nach der Aufnahme durch das freundliche Team werden Sie vom Anästhesisten in Empfang genommen, der noch einmal die Narkose mit Ihnen bespricht. Danach werden Sie in den OP gebracht, wo Ihr Facharzt für Plastische Chirurgie bereits auf Sie wartet.

Im ersten Schritt – noch vor der Narkose – zeichnet der Arzt die Schnittführung an der stehenden Patientin an. Dabei wird auch festgelegt, wohin die Brustwarze versetzt wird. Ziel ist es, natürlich wirkende Proportionen zu erzeugen.

Sobald die Anästhesie wirkt, wird das OP-Gebiet gründlich desinfiziert. Dann beginnt der Arzt, die notwendigen Hautschnitte vorzunehmen. Anschließend werden – gemäß der gewählten Methode – Haut und gegebenenfalls überschüssiges Gewebe entfernt und das Dekolleté neu geformt. Sofern eine zusätzliche Brustvergrößerung geplant ist, wird eine Tasche ausgearbeitet, in die die Implantate eingesetzt werden. Zum Schluss wird die Brustwarze versetzt und alles in komplexen Schichten vernäht.

Als Nahtmaterial können vielfach selbstauflösende Fäden verwendet werden. Falls nicht, werden die Fäden nach etwa 2 Wochen gezogen. Bei Bedarf legt der Chirurg Drainagen in die Wunde, um Wundflüssigkeit abzuleiten. Zum Schluss werden die vernähten Schnitte mit Klammerpflastern versorgt und ein zusätzliches Schutzpflaster angebracht. Letzteres kann nach einigen Tagen entfernt werden, während die Klammerpflaster für 2 Wochen getragen werden müssen.

Die Dauer der Bruststraffung beträgt je nach Umfang 2 bis 3 Stunden, der anschließende Klinik-Aufenthalt zwischen 1 und 3 Tagen. Im Falle einer ambulanten Bruststraffung ist es notwendig, dass Sie aus der Klinik abgeholt und zuhause weitere 24 Stunden betreut werden.

Wir können Ihnen an dieser Stelle lediglich allgemeine Informationen geben. Persönliche Fragen können nur während eines Beratungsgespräches beantwortet werden. Möchten Sie hierfür gerne einen unverbindlichen Termin vereinbaren?