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NACHGEFRAGT

Interview zum Thema Brustvergrößerung

NACHGEFRAGT bei Dr. Evangelos Sarantopoulos

Lesen Sie hier unser Interview zum Thema Brustvergrößerung mit Dr. Evangelos Sarantopoulos, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in der Clinic im Centrum Dortmund und Münster

Vita Dr. Evangelos Sarantopoulos

Herr Dr. Sarantopoulos, wie finde ich heraus, welche Größe meine Brust haben sollte?

„Dies wird mit Ihnen im Rahmen der Beratung und klinischen Untersuchung besprochen. Die Brust wird vermessen und dann – auf Basis der Vermessung sowie unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Wünsche – die ideale Größe Ihrer Brust nach der Operation besprochen.“

Welche Eigenschaften sollten gute, sichere Implantate haben?

„Qualitativ hochwertige Implantate sollten ein modernes Inlay, eine vielschichtige Silikon-Implantathülle und eine Füllung mit hoch quervernetztem Silikon – denn dieses kann nicht auslaufen – besitzen. Auch eine hohe Formstabilität ist wichtig für ein lang anhaltend schönes Ergebnis.“

Meine Brust soll unbedingt natürlich und nicht operiert aussehen. Welche Implantate und welche Technik empfehlen Sie?

„Anatomische Implantate oder runde Implantate mit einer moderaten Projektion. Für ein natürliches Aussehen sowie nachhaltige gute Ergebnisse sollten die Implantate hinter dem Brustmuskel eingesetzt werden.“

Stimmt es, dass das Gewicht der Implantate die Brust ausleiern kann? Kann man das verhindern?

„Die Größe der Implantate sollte immer zu den individuellen anatomischen Gegebenheiten passen. Dies wird im Rahmen der Beratung bzw. der klinischen Untersuchung abgeklärt. Falls die Implantate zu groß bzw. zu schwer für die Brust sind, dann kann diese tatsächlich ausleiern.“

Brauche ich für die Brustvergrößerung mit Implantaten immer eine Vollnarkose?

„Ja, die Brustvergrößerung mit Implantaten wird bei uns unter Vollnarkose durchgeführt.“

Mit welcher Methode gibt es die wenigsten Narben?

„Unterschiedliche Methoden können für das Einsetzen der Implantate verwendet werden. Die am besten geeignete Methode wird individuell mit der Patientin entschieden. Dabei müssen auch andere Faktoren berücksichtigt werden (z.B. Rauchen, Neigung zu Keloidbildung, uvm.).“

Wie viele Tage nach dem Eingriff hat man Schmerzen und was tut man am besten dagegen?

„In der Regel haben die Patientinnen nach der Operation keine „richtigen“ Schmerzen, sondern eher eine Art „Muskelkater“ bzw. Druckgefühl im Bereich der Brust. Dieses Gefühl lässt bereits 4 bis 5 Tage nach der Operation nach. Körperliche Schonung, lokale Kühlung der Brust sowie das Einnehmen von Antiphlogistika (entzündungshemmende Schmerzmittel, z.B. Ibuprofen) helfen in der Regel dagegen.“

Wann darf ich wieder duschen? Darf dabei Wasser / Seife an die Brust kommen?

„Zwei Wochen nach der Operation dürfen Sie sich wieder komplett duschen.“

Wie lange falle ich insgesamt aus? Schreiben Sie mich krank oder muss ich bei einer Brustvergrößerung Urlaub nehmen?

„Abhängig von Ihrer beruflichen Tätigkeit sollten Sie mit einem Ausfall von ca. 10 Tagen rechnen. Wir dürfen Sie nicht krankschreiben, dies kann nur Ihr Hausarzt/Hausärztin. Daher ist es empfehlenswert, die Brustvergrößerung mit Urlaub zu kombinieren.“

Wann sehe ich das finale Ergebnis?

„Die definitive Form der Brust sowie das finale Ergebnis liegen in der Regel 6 bis 12 Monaten nach der Operation vor.“

Was, wenn ich irgendwann beschließe, dass ich meine Implantate wieder entfernen lassen will?

„Dies ist jederzeit möglich. Allerdings müssen in einer solchen Situation die Eigenschaften der Haut bzw. des Gewebes im Bereich der Brust beurteilt werden. Sollte die Elastizität der Haut zu gering sein, dann müsste die Implantatentfernung mit einer Straffung der Brust kombiniert werden.“

Wie hoch ist das Risiko einer Kapselfibrose?

„Das Risiko einer Kapselfibrose liegt bei 2 bis 8 % und hängt von der Position des Implantates ab. Die Wahrscheinlichkeit einer Kapselfibrose ist höher, wenn das Implantat vor dem Brustmuskel liegt, und niedriger, wenn das Implantat hinter dem Brustmuskel platziert wird.“

Wie viel Fett braucht man für eine Brustvergrößerung mit Eigenfett? Wenn ich leichte Reiterhosen habe, reicht das ggf. schon aus?

„In der Regel kann die Brust pro durchgeführter Sitzung ca. 100 bis 150 ml an Volumen zunehmen. Man braucht dafür ca. 500 ml an Fettgewebe, das von einer passenden Körperregion entnommen wird. Die dafür am besten geeignete Region ist der Bauch.“

Lässt sich die Brust mit Eigenfett ebenso schön formen wie mit Implantaten?

„Es ist abhängig von der Menge des transplantierten Fettgewebes, das später auch tatsächlich in der Brust anwächst. In der Regel ist mehr als eine Sitzung für das bestmögliche Ergebnis erforderlich. Das Fettgewebe ist zudem leider nicht formstabil wie die Implantate.“

Tut die Brustvergrößerung mit Eigenfett weh?

„Ja, diese kann etwas schmerzhaft sein. In der Regel helfen auch hierbei Antiphlogistika (z.B. Ibuprofen).“

Wie lange machen Sie persönlich schon Brustvergrößerungen?

„Seit 2010 als Assistenzarzt im Rahmen meiner Facharztweiterbildung zum Plastischen und Ästhetischen Chirurgen (damals unter der fachärztlichen Aufsicht von Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie) und seit 2013 eigenständig / selbstständig als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie nach erfolgreichem Abschluss meiner Facharztweiterbildung.“

Wenn Sie eine Frau wären und sich eine Brustvergrößerung wünschen würden, worauf würden Sie achten?

„Dass ich mich bei dem Beratungsgespräch wohl fühle, ernst genommen werde und die Möglichkeit habe, meine Meinung bzw. Wünsche zu äußern.“

Interview vom 11. März 2020 mit Dr. Evangelos Sarantopoulos, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in der Clinic im Centrum Dortmund und Münster

 

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