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Dekolleté einer Frau mit großen Brüsten in schwarzem Spitzen-Top.

Brustverkleinerung

Methoden und Ablauf

Die erfahrenen Ärzte von Clinic im Centrum beraten und behandeln Sie stets umfassend und individuell. Wie viele andere Eingriffe auch kann die Brustverkleinerung mit unterschiedlichen Methoden durchgeführt werden. Diese Methoden sind allesamt bewährt und auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Im Beratungsgespräch mit Ihrem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie werden Sie nach einer ausführlichen Untersuchung erfahren, mit welcher Technik die Brustverkleinerung in Ihrem persönlichen Fall zum optimalen Ergebnis führen wird und wie hoch die Kosten dafür ausfallen.

Im Folgenden geben wir Ihnen daher nur einen Überblick über die gängigen Methoden der Brustverkleinerung. Sie ähneln stark den Operationstechniken der Bruststraffung. Daher ist es auch sehr unkompliziert, eine zu große Brust nicht nur zu verkleinern, sondern gleichzeitig auch zu straffen.

 

Zitat Collins Das Problem mit der Schönheit ist dass man reich geboren wird und nach und nach verarmt

Methoden

Die Brustverkleinerung nach Benelli geht auf den Chirurgen Louis Benelli zurück. Für alle Frauen mit richtig großen Brüsten haben wir in diesem Fall leider schlechte Nachrichten: Diese Methode ermöglicht dem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie nur eine begrenzte Gewebereduktion. Dafür hat sie den Vorteil, dass sie sehr narbensparend ist, denn die Benelli-Technik sieht lediglich einen kreisrunden Schnitt um den Brustwarzenhof herum vor (Periareolärer Schnitt). Stillfähigkeit und Sensibilität der Brüste bleiben in der Regel vollständig erhalten.

Da die Technik so schonend ist, kann die Brustverkleinerung in vielen Fällen ambulant und in lokaler Betäubung durchgeführt werden. Das erspart den Patientinnen die Risiken einer Vollnarkose. Sie können am selben Tag die Klinik wieder verlassen, sollten dies jedoch in Begleitung einer Person ihres Vertrauens tun. Da die lokale Betäubung meist in Kombination mit einem Dämmerschlaf erfolgt, sind Sie anschließend auch nicht verkehrstüchtig.

Die Technik wurde von der Chirurgin Madeleine Lejour entwickelt und wird auch i-, Vertikal- oder Pilztechnik genannt. Sie beginnt mit derselben Schnittführung wie Benelli, also dem kreisrunden Hautschnitt um den Warzenhof herum. Anschließend wird der Schnitt senkrecht bis zur Unterbrustfalte verlängert. Dadurch entsteht eine Narbe, die an ein i oder eben an einen Pilz erinnert.

Nach Öffnung der Brust können die Ärzte Fett-, Drüsen- und Hautgewebe entfernen und das Dekolleté neu formen. Zudem lässt sich die Brust bei Bedarf straffen, indem die Haut unterhalb der Brustwarze zusammengezogen wird. So wird die Brust angehoben. Die Brustwarze kann bei diesem Verfahren meist in ihrer Position verbleiben.

Die Brustverkleinerung nach Lejour ist für Frauen mit mäßig großen Brüsten am besten geeignet. Die Narbe benötigt mehrere Monate, um sich zu glätten und kann anfangs uneben und kräuselig wirken. Daher ist es wichtig, dass die Patientin bei Anwendung dieser Methode über eine noch gute Hautqualität verfügt. Falls das Ergebnis nach der Heilungsphase immer noch nicht zufriedenstellend ist, kann die Narbe bei Bedarf korrigiert  werden.

Die Brustverkleinerung nach Lejour erfordert in der Regel eine Vollnarkose. Anschließend bleibt die Patientin 1 bis 3 Tage stationär in der Klinik. Hier kann sie sich in einem unserer komfortablen Zimmer erholen und vom unserem freundlichen Pflegepersonal umsorgen lassen.

Erfinder dieser Methode ist der Brustchirurg Jan O. Strömbeck. Seine Technik ist ideal für alle Patientinnen mit sehr großen und hängenden Brüsten.

Strömbeck verwendet zunächst dieselbe Technik wie Lejour: Er beginnt mit dem runden Schnitt im Bereich der Brustwarze und verlängert diesen dann senkrecht bis in die Brustfalte. Dann allerdings setzt er einen weiteren Schnitt in der Brustfalte, sodass letztlich eine Narbe entsteht, die wie ein umgedrehtes T wirkt. Über diese Öffnung kann er die Brust in ihrer Größe deutlich reduzieren und auch straffen, indem er große Mengen überschüssiger Haut entfernt. Anschließend formt er die Brust neu und versetzt die Brustwarze nach oben, sodass die Brust ihre natürlichen Proportionen erhält.

Nicht immer kann bei dieser Technik die Stillfähigkeit erhalten werden. Denn um die Durchblutung der Brustwarze zu gewährleisten, muss sie zusammen mit Drüsengewebe versetzt werden. Bei extrem großen Brüsten ist es jedoch manchmal notwendig, die Brustwarze komplett abzulösen. Dabei wird sie von den sie versorgenden Gefäßen getrennt. Daher empfehlen wir diese Technik vorwiegend Frauen, die ihre Familienplanung abgeschlossen haben oder im Falle einer erneuten Schwangerschaft auf das Stillen verzichten würden.

Die T-Methode ist sehr aufwändig und dauert 2,5 bis 4 Stunden. Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Auch in diesem Fall verbleibt die Patientin anschließend 1 bis 3 Tage in der Klinik.

Die Brustverkleinerung nach der L-Methode ist eine Abwandlung der T-Technik. Sie wird auch als „kleiner T-Schnitt“ bezeichnet. Im Gegensatz zur T-Methode wird der Schnitt in der Brustfalte in diesem Fall nicht nach beiden Seiten, sondern nur nach einer Seite hin horizontal verlängert. Auf diese Weise entsteht eine L-förmige Narbe.

Auch bei der L-Technik können große Mengen Gewebe und Haut entfernt und ein Hängebusen gut gestrafft werden.

Die Brustverkleinerung nach Hall-Findlay widmet sich einem bei der T- und L-Technik oftmals auftretendem Problem: dem sicheren Versetzen der Brustwarze. Bei großen Brüsten kommt es bei herkömmlichen Methoden oftmals zum Verlust von Stillfähigkeit und Sensibilität, da die Brustwarze nicht zusammen mit dem für ihren Erhalt notwendigen Drüsengewebe versetzt werden kann.

Bei der Brustverkleinerung nach Hall-Findlay wählt der Chirurg einen Stiel aus Fett- und Drüsengewebe, über den die Brustwarze mit ihrem Ursprung verbunden bleibt. So können alle zur Versorgung der Brustwarze nötigen Gefäße erhalten bleiben – einschließlich des für die Sensibilität wichtigen 4. Intercostalnervs sowie der für die Milchbildung erforderlichen Milchgänge.

Die Technik gilt insgesamt als sehr schonend. Durch Modifikationen in der Schnittführung kann sogar auf das Einlegen von Drainagen verzichtet werden.

Die Hall-Findlay-Methode eignet sich für nahezu alle Größen und Formen von Brüsten. Sie erfordert allerdings sehr viel chirurgisches Können und spezifische Erfahrung. Daher ist es wichtig, dass Sie sich für diese Technik an einen entsprechenden Spezialisten wenden.

Strichzeichnung Frau sitzt auf ihren Beinen, Kopf im Nacken, Körper gestreckt

Ablauf der Brustverkleinerung

Sobald Sie den Entschluss gefasst haben, dass Sie Ihre Brustverkleinerung bei Clinic im Centrum vornehmen lassen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihrer Klinik oder Praxisklinik auf und vereinbaren einen OP-Termin.

Am Tag der Operation ist es wichtig, dass Sie pünktlich und – sofern Sie eine Vollnarkose erhalten – nüchtern in der Klinik erscheinen. Dort werden Sie zunächst freundlich aufgenommen und auf die Brustverkleinerung vorbereitet. Anschließend haben Sie noch ein Gespräch mit dem Anästhesisten, der Sie über die Narkose aufklärt.

Dann geht es schon los und wir bringen Sie in den OP-Saal, wo bereits Ihr Arzt auf Sie wartet. Bevor die Anästhesie verabreicht wird, zeichnet der Chirurg die genaue Schnittführung an.

Sobald die Narkose wirkt, beginnt er mit der Operation gemäß der vereinbarten Methode. Er setzt die notwendigen Schnitte, verschafft sich so Zugang zum Brustgewebe und entfernt im gewünschten Maße Fett- und Drüsengewebe sowie bei Bedarf auch überschüssige Haut. Danach wird die Brust in ihre neue Form gebracht und in aufwändigen Schichten vernäht. Bei Bedarf werden zudem Drainagen in die Wunden gelegt, damit die Wundflüssigkeit ablaufen kann.

Zuletzt legt der Facharzt Klammerpflaster an und schützt die Brust mit einem größeren Pflaster oder einem Verband.

Die gesamte Operation dauert – je nach Umfang – zwischen 2 und 4 Stunden. Danach bringen wir Sie auf Ihr Zimmer, wo Sie sich in den folgenden Tagen entspannen und von den Strapazen der Brustverkleinerung erholen können.