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Eine attraktive Frau am Strand im Bikini.

Fettabsaugung

Fettabsaugung: Methoden und Ablauf

Methoden der Fettabsaugung

Figurmodellierung ist überraschenderweise kein Trend der Neuzeit. Vielmehr hat die Liposuktion eine erstaunlich lange Tradition: Erste Formen der Fettabsaugung wurden bereits im 19. Jahrhundert vorgenommen. In den 70er Jahren wurden die Standards für die auch heute noch verwendeten Absaugtechniken entwickelt.

Heutzutage gehört das Fettabsaugen zu den häufigsten und sichersten Eingriffen der Schönheitschirurgie. Dies liegt unter anderem an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Techniken, die immer weniger invasiv und schonender wurden. Aktuell gibt es zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten der Fettabsaugung, die unterschiedliche Vorteile für die Patienten haben.

  • Tumeszenz-Technik (TAL): die klassische Fettabsaugung, bei der zuvor eine physiologische Kochsalzlösung mit einem Medikament zur lokalen Betäubung verabreicht wird. Eine Variante des Verfahrens ist die Supernass-Methode
  • Wasserstrahl-assistierte Liposuktion (WAL): Fettabsaugung ohne Tumeszenzlösung mithilfe eines feinen Wasserstrahls
  • Vibrationstechnik (Vibrationslipolyse, Power Assisted Liposuction, PAL): Fettabsaugung mit Vibrationskanüle
  • Ultraschall-assistierte Liposuktion (UAL): Fettabsaugung, bei der der Ultraschall die Fettzellen löst und zugleich einen straffenden Effekt erzeugt. Eine Weiterentwicklung davon stellt die Vaser Liposuktion dar
  • Laserlipolyse: Wie Ultraschall-assistierte Liposuktion, nur mit Laser anstelle von Ultraschall

Sämtliche Absaugtechniken gelten in der Schönheitschirurgie als sichere, erprobte Methoden, die zuverlässige ästhetische Resultate erzielen, wenn der Facharzt – wie bei Clinic im Centrum – entsprechend ausgebildet und erfahren ist. Welche Technik im individuellen Fall sinnvoll ist, hängt sowohl von Ihren Voraussetzungen und Wünschen als auch vom Chirurg und dessen Erfahrungen ab. Daher wird Sie Ihr Facharzt bei einem vorhergehenden Beratungstermin ausführlich untersuchen und Sie anschließend umfassend zu Ihren Möglichkeiten beraten.

 

Körpermitte einer Frau in weißem Slip

Der Begriff stammt vom lateinischen Verb „tumescere“ (aufblasen, auffüllen) ab. Nach dem Anzeichnen der abzusaugenden Körperstellen wird eine Kochsalzlösung injiziert, die Adrenalin und ein Medikament zur lokalen Betäubung enthält. Dank dieser Lokalanästhesie ist keine gesonderte Narkose mehr notwendig.

Nach etwa 30 Minuten haben sich die Fettzellen vollgesaugt, was das Gewebe leichter absaugbar macht. Dieser sanfte Absaugvorgang schont Blutgefäße und Nerven.

Nach der Einwirkzeit werden an den zuvor angezeichneten Stellen kleine, ca. 0,5 Zentimeter lange Schnitte für die Absaugkanülen gesetzt. Das heißt, es entstehen bei einer Fettabsaugung allenfalls winzige, kaum sichtbare Narben. Dann erfolgt die Absaugung mithilfe einer Vakuumpumpe oder anderer Absaugsysteme, zum Beispiel mit dem Tulip System, einer manuelle Fettentfernung mit Spritzen.

Die Supernass-Methode ist eine Variante der TAL. Allerdings wird in diesem Fall deutlich weniger Kochsalzlösung verwendet. Daher ist der Name „Supernass“ ein wenig irreführend. Meist wird die Supernass-Methode in Dämmerschlaf oder in Vollnarkose durchgeführt.

Vorteile der Tumeszenz-Technik:

  • schonende, risikoarme Technik
  • relativ große Mengen Fett können entfernt werden
  • lokale Betäubung ausreichend

Nachteile:

  • vergleichsweise lange Operationsdauer
  • nach der Absaugung verbleiben Reste der Tumeszenzlösung im Körper, die der Körper jedoch innerhalb weniger Tage abbaut. Vorübergehende Schwellungen sind dadurch möglich.

Die Wasserstrahl-assistierte Operation wird schon seit Jahrzehnten in der Allgemeinchirurgie eingesetzt. Sie ermöglicht ein sehr präzises Vorgehen und ist schonend für den Organismus. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen etablierte sich die Technik auch in der Schönheitschirurgie.

Im Falle der Wasserstrahl-assistierten Fettabsaugung wird das Fett mithilfe eines Wasserstrahls gezielt gelöst. Das vorherige Injizieren größerer Mengen von Kochsalzlösung ist somit nicht notwendig.

Zunächst werden wieder die abzusaugenden Areale angezeichnet und über kleine, ca. 0,5 Zentimeter lange Schnitte die Absaugkanüle eingeführt. Die Absaugkanüle besitzt in diesem Fall einen Kanal für den Wasserstrahl und einen für den Absaugvorgang. Die Fettabsaugung erfolgt somit während der Wasserstrahl sanft die Fettzellen aus ihrer Umgebung löst.

Die WAL wird in der Regel ambulant und in Lokalanästhesie vorgenommen. Auf Wunsch erhalten die Patienten ein Medikament, das sie in einen entspannten Dämmerschlaf versetzt.

Vorteile der Wasserstrahl-assistierten Fettabsaugung:

  • vergleichsweise kurze Operation in Lokalanästhesie und ohne Vollnarkose
  • schont nachgewiesenermaßen Gefäße und Nerven, da sich der Druck des Wasserstrahls den verschiedenen Bindegewebe-Strukturen perfekt anpasst
  • hochpräzise Ergebnisse möglich
  • große Mengen (vier bis fünf Liter) können beseitigt werden

Von besonderer Bedeutung ist die WAL-Methode, falls die Patientin oder der Patient einen Lipo-Transfer wünscht  – zum Beispiel für eine Brustvergrößerung mit Eigenfett. Denn bei der schonenden Wasserstrahl-assistierten Fettabsaugung werden besonders viele intakte Fettzellen gewonnen. Nur diese können später an der gewünschten Stelle, zum Beispiel der Brust, anwachsen.

Die Wasserstrahl-assistierte Liposuktion wird zudem häufig beim Lipödem angewendet, da in diesem Fall meist sehr große Mengen Fett abzusaugen sind und das Gewebe der Patientinnen besonders sensibel ist.

Die Vibrationstechnik oder Power Assisted Liposuction ist eine Weiterentwicklung der TAL-Absaugmethode. Nach dem Injizieren der Kochsalzlösung und der anschließenden Einwirkzeit werden über kleine Hautschnitte spezielle feine Kanülen eingeführt. Diese schwingen elektronisch gesteuert 50 bis 80 Mal pro Sekunde. Auf diese Weise lassen sich die Fettzellen ganz schonend in die Kanüle rütteln. Für die Patienten sind die Schwingungen der Kanüle während der Behandlung kaum wahrnehmbar.

Vorteile der Fettabsaugung mit Vibrationstechnik:

  • sehr schonender Eingriff in Lokalanästhesie (keine Vollnarkose)
  • sehr präzise Modellierung möglich
  • auch schwierige Bereiche wie die Knie lassen sich mit der PAL sehr gut absaugen
  • kaum Narben
  • straffender Effekt

Eine Fettabsaugung mit Vibrationstechnik erfordert sehr viel Erfahrung des durchführenden Arztes. Daher sollten Sie diese Art der Fettabsaugung nur in einer Klinik vornehmen lassen, in der diese Methode regelmäßig angewendet wird. Bei Clinic im Centrum ist die Vibrationslipolyse eine vielfach verwendete Absaugtechnik, mit der in den meisten Fällen ein sehr gutes ästhetisches Resultat erzielt wird.

Die Ultraschall-assistierte Liposuktion ist eine moderne und schonende Form der Liposuktion und kann ebenfalls in Lokalanästhesie vorgenommen werden. Das Vorgehen basiert dabei auf der TAL.

Nach dem Injizieren der Kochsalzlösung und der notwendigen Einwirkzeit führt der Chirurg über winzige Schnitte eine Ultraschallsonde ein. Diese Sonde gibt Ultraschall-Energie ab und verflüssigt auf diese Weise die Fettzellen. Anschließend können sie ganz leicht mit einer herkömmlichen Absaugkanüle entfernt werden.

Die UAL ist besonders geeignet, wenn Sie sehr feste Regionen wie beispielsweise den Rücken modellieren lassen möchten. Zudem erzielt die Ultraschall-Behandlung eine Hautstraffung.

Besonders gute Ergebnisse hinsichtlich der Hautstraffung können mit der Vaser Liposuktion erreicht werden. Gegebenenfalls kann dieses Verfahren sogar eine Bauchstraffung, ein Lifting der Oberschenkel oder eine Oberarmstraffung ersetzen. Auch lästige Cellulite kann mit Vaser erfolgreich beseitigt werden. Bei sportlichen Personen, die im Laufe des Älterwerdens hartnäckige Fettpolster angesetzt haben, kann Vaser definierend wirken und die Muskulatur wieder schön zur Geltung bringen. Vaser ist besonders schonend, wird in Lokalanästhesie ohne Vollnarkose vorgenommen und kann die Rekonvaleszenz nach der Operation von durchschnittlich einem halben Jahr auf wenige Monate verkürzen.

Auch bei Ultraschall und Vaser gilt: Diese Absaugmethode sollte nur von sehr erfahrenen Experten angewendet werden. Da wir uns unserer besonderen Verantwortung für Ihre Gesundheit bewusst sind, wird diese Methode auch nur an ausgewählten Clinic im Centrum-Standorten angeboten. Gerne helfen wir Ihnen dabei, eine Klinik in Ihrer Nähe zu finden! Nehmen Sie einfach Kontakt mit unserem freundlichen Team auf. 

Bei der Laserlipolyse verwendet der Arzt statt der Ultraschall- eine Laser-Sonde. Diese gibt Laser-Strahlung ab, die Wärmeenergie erzeugt und die Fettpölsterchen verflüssigt. Bei kleinen Zonen können unsere Ärzte sogar auf eine Absaugung verzichten, da der Körper das freigesetzte Fett in diesem Fall selbstständig abbaut.

Der Vorteil bei der Laserlipolyse ist  – ähnlich wie bei der Ultraschall-Liposuktion und Vaser – der Effekt der zusätzlichen Hautstraffung. Die Laserlipolyse erzielt in den tieferen Hautschichten eine Festigung und Erneuerung der Kollagenfasern. Auf diese Weise kann auch Cellulite sichtbar gebessert und der Entstehung neuer Orangenhaut effektiv vorgebeugt werden. Selbst schwer zugängliche Körperstellen wie Oberarme oder Kinn können gut modelliert werden.

Die Laserlipolyse wird in der Regel unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Eine Vollnarkose oder ein Aufenthalt in der Klinik sind nicht nötig. Die Patientin oder der Patient sind häufig bereits am Tag nach der Laser-Fettabsaugung wieder arbeitsfähig.

Auch bei der Fettabsaugung mit Laser gilt: Wenden Sie sich an einen Spezialisten, der viel Erfahrung mit dieser speziellen Schönheits-OP hat. Bei Clinic im Centrum finden Sie einen solchen bestimmt auch ganz in Ihrer Nähe. Unsere freundlichen Mitarbeiterinnen helfen Ihnen gerne weiter!

Ablauf einer Fettabsaugung: Der Tag der OP

Am Tag der Schönheitsoperation kommen Sie bitte nüchtern zum vereinbarten Zeitpunkt in Ihre Klinik oder Praxisklinik vor Ort. Sie werden zunächst noch ein kurzes Gespräch mit Ihrem Anästhesisten zu Ihrer Narkose haben, danach bereiten wir Sie für die Operation vor.

Im ersten Schritt werden die abzusaugenden Bereiche angezeichnet. Dann wird die Haut desinfiziert und ein Gemisch aus sterilem Wasser, blutstillendem Adrenalin, entzündungshemmendem Kortison und einem Lokalanästhesie-Mittel ins Unterhautfettgewebe der zu behandelnden Körperstellen gespritzt.

Die Tumeszenzflüssigkeit muss etwa 30 Minuten lang einwirken. Dabei lösen sich die Fettzellen aus dem Verbund von Bindegewebe, Nerven, Blut- und Lymphgefäßen. Der größte Teil der Lösung wird später zusammen mit dem Fett abgesaugt, ein Rest wird in den Tagen danach vom Körper abgebaut und ausgeschieden.

Bei der Wasserstrahl-assistierten Liposuktion hingegen wird nur sehr wenig Kochsalzlösung verwendet. Die Fettzellen werden mithilfe des gleichmäßig pulsierenden Wasserstrahls aus den umgebenden Strukturen gelöst.

Keine Angst: Sie werden bei der Fettabsaugung keine Schmerzen verspüren! Auf Wunsch erhalten Sie vor der Liposuktion zudem ein Medikament, das Sie in einen entspannten Dämmerschlaf versetzt. Eine Vollnarkose ist in der Regel unnötig. Sie bleiben während der gesamten Operation wach und ansprechbar, was auch deshalb vorteilhaft sein kann, da Sie sich so jederzeit drehen und sogar aufrichten können, was dem Arzt die Arbeit erleichtert.

Nach der Einwirkzeit wird über winzige Schnitte die Kanüle eingeführt. Je nachdem, um welche Körperstelle und welche Methode es sich handelt, werden dickere oder dünnere Kanülen verwendet. Während mit einer dickeren Kanüle mehr Fett in kürzerer Zeit beseitigt werden kann, sind dünnere für eine hautoberflächennahe, präzise Modellierung besser geeignet.

Die Kanüle wird von Ihrem Chirurg behutsam und zielgerichtet durch das Gewebe geführt und das gelöste Fett dabei über eine an die Kanüle angeschlossene Vakuumpumpe entfernt. Eine Alternative ist die manuelle Absaugung mit dem Tulip-System. Dabei ersetzen manuell zu bedienende Spritzen die Absaugvorrichtung.

Nach dem Fettabsaugen erhalten die Patienten einen Kompressionsverband. Die kleinen Wunden werden vernäht und / oder mit Pflastern versorgt.

Die Dauer der Operation beträgt je nach Technik, Umfang und Aufwand durchschnittlich 1,5 bis drei Stunden. In der Regel wird die Behandlung ambulant durchgeführt. Danach bringen wir Sie aus dem OP-Saal in eines unserer komfortabel eingerichteten Patientenzimmer. Dort können Sie sich einige Stunden ausruhen, bis Sie sich fit genug fühlen, um sich abholen zu lassen.

Bei umfangreicheren Behandlungen empfehlen unsere Fachärzte einen stationären Aufenthalt von zumeist einer Nacht. Dann bleiben Sie ein oder zwei Nächte bei uns in der Klinik und lassen sich rundum verwöhnen.