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Junge Frau mit dunklen Haaren, langem Hals und großem Dutt mittig des Bildes, bekleidet mit einem Rollkragenpullover, in schwarz-weiß Optik.

Nasenkorrektur

Exkurs: Die Nase

Anatomie und Funktion

Äußere und innere Nase

Unsere Nase besteht anatomisch gesehen aus der äußeren und der inneren Nase.

Äußere Nase

Die äußere Nase wird vom vorderen Teil des Nasenskeletts, der knöchernen Pyramide und dem flexiblen Knorpel gebildet. Letzterer kann durch seine Beweglichkeit Stöße, die sonst schon in leichter Form zu Verletzungen führen können, abfedern.

Dieses Stützgerüst ist von einem Weichteilmantel aus Subkutangewebe, Gesichtsmuskeln und Haut überzogen. Die beiden Nasenlöcher werden seitlich von den Nasenflügeln und mittig vom Nasensteg begrenzt.

Innere Nase

Der von uns äußerlich nicht ersichtliche Teil unseres Riechorgans ragt weit in den Schädel hinein und ist mit einer Atemwegsschleimhaut ausgekleidet. Die teils knöchrige, teils knorpelige Nasenscheidewand teilt die innere Nase in eine rechte und eine linke Haupthöhle und hat als wichtige Stütze einen erheblichen Einfluss auf die Form und Richtung der äußeren Nase.

Die Nasenmuscheln sind an den seitlichen Wänden der inneren Nase lokalisiert. Das sich darin befindende Schwellgewebe kann je nach Blutfüllung an- oder abschwellen. Dies ist für die Nasenfunktion sehr wichtig.

Etwa an der Schädelbasis liegen die sogenannten Riechfasern, die uns die Geruchswahrnehmung möglich machen. Gemeinsam mit den Geschmacksknospen und -nerven sind sie außerdem für eine differenzierte Geschmackswahrnehmung zuständig.

Die Nasennebenhöhlen (NNH) befinden sich im knöchernen Gesichtsschädel und grenzen an die Nasenhöhle an. Ist die Belüftung der Nase und damit der NNH gestört oder kann das NNH-Sekret nicht ungehindert abfließen, können akute bzw. chronische Nebenhöhlen-Entzündungen (Sinusitis) oder andere Erkrankungen entstehen.

Mann knöpft sein Hemd auf und schaut zur Seite
Frau fährt sich mit der Hand durch das kurze Haar

Funktion der Nase

Wie bereits zu Anfang erwähnt, erfüllt unsere Nase drei Hauptaufgaben: Sie hilft uns bei der Anpassung der Atemluft, bei der Identifikation von Gerüchen und bei der Stimm- und Klangbildung.

Aufbereitung der Atemluft

Beim Einatmen gelangt nicht nur frische Luft in unsere Nase, sondern auch Schmutzpartikel und Krankheitserreger. Kommt ein Fremdkörper hinein, verfängt er sich zunächst in den Nasenhaaren, die als erster grober Filter fungieren. Es kommt zum Niesreflex und der unerwünschte Gast wird hinausbefördert. Als nächstes sind die Flimmerhärchen zu nennen, die unsere Nasenschleimhaut auskleiden. Diese können viele Erreger durch geschickte Wellenbewegungen in Kombination mit Sekret in den Rachen transportieren. Hier können die Fremdkörper entweder ausgehustet oder heruntergeschluckt werden.

Die Nasenschleimhaut ist übrigens auch dafür zuständig, dass die Luft feuchtwarm aufbereitet wird, bevor sie in die Lunge gelangt. Dafür gibt die Schleimhaut der vorbeiströmenden Luft etwas von ihrer Feuchtigkeit ab und nutzt ein Geflecht aus haarfeinen Blutgefäßen, die wiederum in die Schleimhaut eingebettet sind, um die Luft zu wärmen.

Gerüche erkennen und unterscheiden

Dass wir zwischen angenehm duftend und übelriechend unterscheiden können, verdanken wir zunächst einmal der Riechschleimhaut, die in den oberen Teilen der Nase lokalisiert ist. Die Sinnesinformationen, die dort aufgenommen werden, gelangen über die Geruchsnerven zum Riechkolben und weiter zu bestimmten Riechzentren im Gehirn. Auch wenn dieser Vorgang recht kompliziert ist, vollzieht er sich doch blitzschnell.

Stimm- und Klangbildung

Unsere Nase hat auch Einfluss auf unsere Stimme, denn sie dient ihr als Resonanzraum. Speziell bei Schnupfen wird uns diese Funktion bewusst, denn dann klingt unsere Stimme meist „nasal“ und dumpf.