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Ein bärtiger junger Mann mit schönen Ohren im Profil.

Ohrenkorrektur

Methoden der Ohrenkorrektur

Für die Ohrenkorrektur stehen uns bei Clinic im Centrum verschiedene Methoden zur Verfügung, die allesamt narbensparend und schonend sind. Welche Technik dabei jeweils zum Einsatz kommt, hängt stark vom Patienten und dessen Voraussetzungen sowie Wünschen ab. Im Allgemeinen legt der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie im Beratungsgespräch fest, welche Operationstechnik im jeweiligen Fall das beste Ergebnis verspricht.

Dennoch möchten wir Ihnen hier einen kleinen Überblick über gängige Methoden der Ohrenkorrektur verschaffen. Die Korrektur erfolgt dabei jeweils in lokaler Betäubung, ein Klinik-Aufenthalt ist nicht notwendig. Lediglich bei kleinen Kindern empfiehlt sich eine Vollnarkose, um ihnen die seelische Belastung der Behandlung zu ersparen.

Mann mit runder Brille schaut in die Kamera

Techniken

Bei dieser Technik der Ohrenkorrektur wird zunächst mit dem Skalpell die Rückseite der Ohrmuschel freigelegt. Der Schnitt erfolgt dabei unauffällig auf der Rückseite des Ohres. Dann wird der Knorpel mithilfe eines Fadens näher an den Kopf gebracht, bis sich die Ohrmuschel in einem anatomisch normalen Winkel zum Kopf befindet.

Die Nahttechnik nach Mustardé ist die älteste. Es handelt sich um eine bewährte, recht einfache Methode der Ohrenkorrektur. Sie bildet auch die Grundlage für die Korrektur einer zu großen Ohrmuschel.

Nachteil ist, dass das Ergebnis manchmal nicht besonders natürlich wirkt. Durch die Verwendung von selbstauflösenden Fäden kann es zudem bisweilen zu allergischen Reaktionen kommen. Die Verträglichkeit des Materials muss daher im Vorfeld geklärt werden. Es gibt weiterhin einige wenige Patienten, die die Fäden in bestimmen Positionen als unangenehm empfinden.

Die Nahttechnik nach Mustardé eignet sich insbesondere für Patienten mit weichem und biegsamem Ohrknorpel, zum Beispiel für jüngere Patienten. Bei Menschen mit härterem Ohrknorpel kann es passieren, dass sich die Ohren wieder lösen. Falls aus bestimmten Gründen dennoch die Nahttechnik angewendet werden soll, ist es sinnvoll, eine zusätzliche Ausdünnung des Knorpels vorzunehmen, sodass dieser leichter formbar ist.

Diese Technik der Ohrenkorrektur ist weit verbreitet. In diesem Fall nimmt der Facharzt für Plastische Chirurgie Schnitte in die Rückseite des Knorpels vor, um ihn besser formbar zu machen. Anschließend wird der Knorpel wie schon bei Mustardé mit Fäden in die richtige Position gebracht und fixiert.

Durch die Maßnahmen zur besseren Formbarkeit des Knorpels ist es kein Problem, die Schnitt-Nahttechnik auch bei festerem Knorpel anzuwenden.

Wie auch schon bei Mustardé besteht das Risiko von allergischen und Fremdkörperreaktionen auf die verwendeten Fäden. Zudem kann sich auch hier das Ohr unter Umständen wieder lösen und in seine alte Position zurückkehren.

Die Ritztechnik geht gewissermaßen den umgekehrten Weg der Schnitt-Naht-Technik. Auf der Rückseite der Ohrmuschel wird ein Schnitt gemacht und ein feiner Hautstreifen entfernt. Über einen versteckten Schnitt am unteren Ende des Ohrmuschelknorpels oder im oberen hinteren Anteil der Ohrmuschel wird auf der vorderen Fläche der Anthelix die Haut zusammen mit der Knorpelhaut abgehoben. Dabei entsteht ein so genannter Haut-Perichondrium-Tunnel, in den eine Raspel eingeschoben wird, mit der sich dann die Knorpelvorderseite riffeln lässt.

Dank dieser feinen Ritzschnitte kann der Knorpel nach hinten gebogen werden. Da bei dieser Technik die Eigenspannung des Knorpels geschwächt wird, sind keine Fäden notwendig, um die Ohrmuschel in der gewünschten Stellung zu fixieren. Die Anthelixfalte kann gut modelliert werden.

Diese Methode stellt eine aufwändige Modellierung dar. Zunächst wird ein Hautschnitt auf der Ohrrückseite durchgeführt und so die Vorderseite des Ohrknorpels freigelegt. Alternativ lässt sich auch ein kleiner, versteckter Schnitt unter dem Ohrmuschelrand vornehmen, über den die Haut nur teilweise und tunnelartig gelöst wird.

Anschließend führt der Facharzt für Plastische Chirurgie sehr feine Knorpelhaut-Knorpel-Schnitte durch. Auf diese Weise kann die Ohrmuschel wunschgemäß in Form gebracht werden. Ähnlich wie bei der Ritztechnik löst sich auch in diesem Fall die Eigenspannung des Ohrknorpels, sodass auf Fäden verzichtet werden kann.

Das Ergebnis ist bei dieser Technik der Ohrenkorrektur sehr natürlich. Allerdings erfordert die Operation viel Erfahrung und bedeutet einen hohen Aufwand: Bis zu einer Stunde pro Seite ist der behandelnde Arzt bei dieser Technik der Ohrenkorrektur beschäftigt.

Die Fadenmethode kommt ganz ohne einen chirurgischen Eingriff aus. Sie ist die einzige komplett geschlossene, minimalinvasive Technik zum Anlegen von Ohren.

Gearbeitet wird mit nicht resorbierbaren, reißfesten Prolene-Fäden, die mithilfe einer Nadel unter die Haut versenkt werden. Damit lässt sich die Anthelix (Ohrmuschelfalte) in ihrer natürlichen Form stärker biegen oder auch neu bilden, sodass das Ohr automatisch in die richtige Position kommt.

Da vollkommen ohne Skalpell vorgegangen wird, zeigen die Ohren später im Unterschied zu den herkömmlichen Methoden keine sichtbaren Narben auf. Das Ergebnis ist natürlich und ästhetisch. Die Risiken der herkömmlichen operativen Methoden (Infektionen, größere Blutergüsse, Schmerzen, Sensibilitätsstörungen) sowie auch mögliche ästhetische Komplikationen  entfallen. Ein Verband ist nicht mehr notwendig. Stattdessen tragen die Patienten lediglich für mehrere Wochen ein Stirnband.

Die Verkleinerung kann sich – je nach Wunsch – auf Ohrmuschel, Ohrläppchen oder beides beziehen.

Der erste Schritt der Ohrenverkleinerung besteht in einem Schnitt in die Oberkante der Ohrmuschel. Anschließend wird die Haut von der Vorderseite des Ohres entfernt. Danach teilt der Chirurg den Knorpel sternförmig und vernäht die Ränder. Auf diese Weise wird das Ohr verkleinert. Zuletzt wird die zuvor gelöste Haut wieder an die Ohrmuschel genäht und überschüssige Anteile entfernt. 

Ohrläppchen können sich im Laufe des Alterungsprozesses vergrößern. Auch das Tragen schwerer Ohrringe hat einen ohrläppchenverlängernden Effekt.  In einer kleinen, ambulant durchgeführten Operation kann eine Korrektur der Ohrläppchen erfolgen. Wenn die Ohrläppchen aufgrund des Alters stark gefältelt sind, kann zudem ein Lipofilling, also eine Behandlung mit Eigenfett, sinnvoll sein.

Allgemeine Erläuterungen zu plastischen und ästhetischen Eingriffen sind niemals so individuell und konkret wie die persönliche Beratung durch den Facharzt Ihrer Wahl. Vereinbaren Sie deshalb bei Interesse am besten einen unverbindlichen Beratungstermin!